05.11.2013

Jon Fratelli

"Frauen machen mich oft sehr nervös."

Jon Fratelli
Interview: Stefan Üblacker / Foto: The Fratellis

Bonn/Berlin. The Fratellis waren einige Jahre von der musikalischen Bildfläche verschwunden. Die Hits der Gruppe haben indes überlebt - Ohrwurm und Evergreens verschwinden eben nicht so schnell. Nun sind sie wieder da und haben mit "We Need Medicine" gleich ein neues Album im Gepäck. Am Telefon nimmt sich Jon Fratelli mit charmanten schottischen Akzent eine Viertelstunde Zeit für meine Fragen. Leider ist er sehr in Eile, da er noch ins Olympiastadion zur "The Wall"-Aufführung von Roger Waters will. Es muss also schnell gehen.

Jon, schön, dass du wieder mit den Fratellis durch die Lande ziehst. Wie fühlt es sich an?

Es ist toll wieder mit meinen Freunden Musik machen zu können und es ist wunderbar diese Musik vor einem Publikum zu spielen, dass diese auch noch hören will.

Hast du es vermisst Interviews zu geben?

Nicht wirklich, mir haben Interviews nie wirklich viel bedeutet.

Eins meiner Lieblingssongs auf eurem aktuellen Album ist „Jeannie Nitro“, das sich in eine Reihe von vielen Liedern von euch über Frauen stellt. Ist das eigentlich deine Art vergangene Beziehungen zu verarbeiten?

Ja, zum Teil. Es ist aber vor allem die Feststellung, dass man als Mann gegen die Waffen einer Frau eh kaum eine Chance hat.

Bist du der Meinung, dass Frauen Göttinnen sind?

Ich würde nicht so weit gehen, aber sie ergreifen definitiv Besitz von einem - sowohl in guter wie in schlechter Art und Weise.

Glaubst du an die eine große Liebe?

Die Leute suchen seit jeher nach der Antwort auf diese Frage. Ich persönlich glaube nicht, dass es nur die eine große Liebe gibt, denn sonst bräuchten Leute, die einen geliebten Partner früh verlieren, kaum noch eine Hoffnung auf ein neues Liebesglück haben.

Hast du die Antwort auf diese Frage gefunden?

Ich hoffe doch, ich bin schließlich seit mehreren Jahren mit meiner Frau zusammen. Ich hoffe also sehr, dass ich die Antwort gefunden habe (lacht).

Hast du manchmal Angst vor Frauen?

Ja, schon. Ich bin jedenfalls sehr schüchtern. Frauen machen mich oft sehr nervös.

Auch auf Konzerten?

Ja, ich versuche nicht allzu viel Blickkontakt zu suchen, denn das bringt mich oft aus der Konzentration.

Ein Song auf der neuen Platte heißt „We Need Medicine“. Brauchst du persönlich mehr Aufputscher oder Beruhigungsmittel?

Weder noch. Der Song hat auch keinen persönlichen oder sozialen Hintergrund. Es geht generell um das Gefühl etwas unbedingt zu brauchen, dass man schon lange vermisst hat.

Sind die Fratellis also deine Medizin?

Ja, das kann man so sagen. Generell ist Musik meine Droge. Sie wirkt auf mich besser als jeder andere Droge - Alkohol vielleicht mal ausgenommen (lacht).

 

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